Der Kessel der Lokomotive geht am Montag aus

Am Montag, den 02.11.2020 tritt die neue Sächsische Corona Schutzverordnung vom 30.10.2020 in Kraft.

Wir bedauern es sehr, dass die Landesregierung nicht dem Appel vom Landessportbund-Generalsekretär Christian Dahms gefolgt ist, der diese Einschränkungen als „Eine Katastrophe für den sächsischen Vereinssport“ betitelt.

Der volle Wortlaut (https://bit.ly/37TEN5v):
"Der Landessportbund Sachsen (LSB) kritisiert die geplante Umsetzung der bundesweiten Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung. In Vorbereitung auf die kommende sächsische Corona-Schutzverordnung fordert der LSB daher die Landesregierung auf, die Durchführung des Vereinssports weiter zu ermöglichen."

LSB-Generalsekretär Christian Dahms erklärt: „Wir haben wenig Verständnis dafür, dass dem organisierten Sport in Sachsen nun erneut die Grundlage entzogen wird. Seit Monaten wird in unseren Vereinen und Verbänden sehr diszipliniert mit Hygienekonzepten, Abstandsregeln und Kontakterfassung gearbeitet. Diese Maßnahmen wurden schnell eingeführt und haben sich bewährt. Der für kommenden Montag angekündigte harte Einschnitt ist aus unserer Sicht deswegen nur schwer nachvollziehbar.“

„Der sächsische Breiten- und Freizeitsport ist nicht als Hotspot aufgefallen“, so Dahms weiter. „Im Gegenteil, das aktive Sporttreiben ist gut für die Gesundheit und das Immunsystem. Auch im Sinne des gesellschaftlichen Zusammenhalts wäre es gerade jetzt wichtig, Sportangebote aufrechtzuerhalten - besonders für Kinder, Jugendliche und Senioren. Die Sonderrolle des Profisports stellt die Solidarität der Vereinsmitglieder im Breitensport zusätzlich auf eine unnötige Zerreißprobe. Wir appellieren deswegen an die politisch Verantwortlichen, die Angebote der Sportvereine in der nächsten sächsischen Corona-Schutzverordnung weiter zu berücksichtigen: Riskieren Sie nicht die jahrelange Arbeit von zahlreichen Haupt- und vor allem Ehrenamtlichen! Eine erneute Schließung wäre eine Katastrophe für den sächsischen Vereinssport.“

Um mühselige Diskusionen über Sinn und Unsinn, Aufwand, Kosten und unnötiges Kräfteverschenken zu vermeiden, beugen wir uns dem Systemdruck und stellen den Sportbetrieb bis auf weiteres vollständig ein (ab Montag, 02.11.2020). Dies betrifft das aktive Sporttreiben von und für Jung bis Alt, aber auch das administrative im Hintergrund (z.B. Vorstandssitzungen, Mitgliederversammlungen, etc.).

Wir danken unseren Mitgliedern und Sponsoren für das Vertrauen, Verständnis, aber vor allem für Treue, in der so katastrophalen Zeit.

Armin Büttner
Vereinspräsident

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