Fußball Herren – Spannendes Derby in Deutschenbora

SV Deutschenbora - SV Lok Nossen 1:2 (1:1)

Es war wieder soweit. Die Männer des SV Lok Nossen traten zum mental wichtigsten Spiel der Rückrunde an. Die Spieler reisten mit zwei Siegen in Folge - und dem Derbysieg aus der Hinrunde im Gedächtnis - nach Deutschenbora. Das Ziel der teils etwas nervösen Nossner war ein erneuter Derbysieg, nicht nur um die Ehre in Nossen zu erhalten, sondern auch um mit drei Punkten endlich den letzten Tabellenplatz zu verlassen.
 
Kurz nach Anpfiff des Spiels tummeln sich die Spieler vor dem Kasten des Nossner Torhüters. Nach der dritten Ecke in Folge für Deutschenbora zappelt der Ball erstmals im Netz der Nossner. Jedoch wurde der Angriff auf Grund eines Handspiels vom Schiedsrichter abgepfiffen - weiterhin 0:0. In den ersten Minuten ist die Elf von Deutschenbora präsenter auf dem Platz und kann sich mehr Chancen herausspielen. Ein Freistoß der Heimmannschaft geht nur knapp übers Tor ins Aus. Nach 15 Minuten fällt im Strafraum von Deutschenbora Kamil Jakubowski zu Boden. Ein Pfiff ertönt - Elfmeter für Nossen! Theo Lantzsch tritt an und verwandelt sicher. Der Keeper von Deutschenbora springt zwar ins linke Eck, kommt aber nicht mehr an den Ball heran. So kann Nossen in Führung gehen. Doch Deutschenbora lässt sich nicht beirren und versucht weiterhin Druck zu machen. Die Großchance zum Ausgleich kann allerdings nicht verwandelt werden, da Felix Eichwald kurz vor der Linie stark den Schuss klären kann. Kurz darauf kommt Christian Dittrich auf Grund eines Torwartfehlers doch noch an den Ball. Der Schuss aus einem Meter vor dem Tor knallt jedoch am rechten Pfosten ab. Wenige Minuten vor der Halbzeit kommt Deutschenbora gefährlich vors Tor. Links außen läuft Ronny Lindner auf den Nossner Kasten zu, dessen Flanke zu einem Torschuss ins obere rechte Eck wird. Philipp Kunze im Nossner Tor hat keine Chance mehr an den Ball zu kommen. Der Ausgleich für Deutschenbora.

Mit einem Unentschieden geht es zur Halbzeit in die Kabine. Das Spiel zeigt bereits in der ersten Halbzeit viele Zweikämpfe. Beide Mannschaften wollen das Spiel unbedingt für sich entscheiden. Hier ist noch einiges drin.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigen beide Mannschaften schnelle Ballwechsel, aber auch viele Ballverluste. In der 55. Minute bringt Sebastian Drosdzol von der Höhe der Mittellinie einen weiten Freistoß in den Strafraum von Deutschenbora. Mehrere Nossner Spieler kommen an den Ball, der schließlich im Kasten der Gastgeber landet. Die erneute Führung für Nossen. In der Torszene stehen die Spieler dicht vor dem Tor wodurch die Szene sehr undurchsichtig ist. Laut Protokoll hat Kamil Jakubowski zur 2:1 Führung für Nossen eingenetzt. Direkt nach dem neuen Spielstand kommt Franz Röthling für Christian Dittrich ins Spiel. Deutschenbora will diesen Spielstand nicht hinnehmen. Der Mannschaft von Daniel Seik, der inzwischen selbst auf dem Platz steht, fehlt in vielen Situationen der entscheidende Abschluss aufs Tor. Zwar liegt der Ball wenig später wieder im Nossner Netz, aber der Treffer wird auch dieses Mal abgepfiffen. Der Spieler aus Deutschenbora stand im Abseits. Auch ein Kopfball geht nur knapp übers Tor. Nun fehlt der Elf aus Deutschenbora auch das Glück. Nach 80 Minuten kann Theo Lantzsch wegen Krämpfen nicht weiterspielen. Für ihn ist nun Maximilian Mewes im Spiel. Die letzten Minuten werden noch einmal spannend und ruppig auf dem Spielfeld. Es kommt zu vielen Unterbrechungen. Ein Foulspiel von Nossen führt zehn Minuten vor Schluss zu einem Elfmeter für Deutschenbora. Philipp Kunze hat die richtige Ecke, hält den Elfer von Michael Kohs und lässt die Nossner Bank jubeln. In der Nachspielzeit von 5 Minuten hat Kamil Jakubowski die Chance den Deckel zu zumachen, vergibt aber vor den Torhüter aus Deutschenbora. Adrian Haupt darf für Lukas Schelauske auch noch einmal auf den Platz. Bis wenige Augenblicke später der Schiedsrichter endlich das Spiel abpfeifft.
 
Besonders in den letzten Minuten gab es viele Angriffe auf beiden Seiten. Mann des Spiels ist ohne Frage der Nossner Keeper Philipp Kunze. Er hält den Derbysieg fest und lässt Nossen nach einem nervenraubenden Spiel jubeln. Vor ca. 150 Zuschauern gewinnt der SV Lok Nossen ein spannendes Derby und konnte nicht nur den dritten Sieg in Folge erzielen, sondern auch auf den zehnten Platz vorrücken. (IK)

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