Fußball - Herren - Nossner Hüter als Schlüsselfigur

SV Lok Nossen - TuS Weinböhla 2. 0:4 (0:2)

Gestern begrüßte der SV Lok Nossen im Muldental die "Reserve" von der Landesklassenmannschaft aus Weinböhla. Der Name Reserve trübt aber, da Weinböhla in der Hinrunde die einzige Mannschaft war, gegen die Nossen in allen Belangen unterlegen war und die höchste Niederlage kassierte. Blieb abzuwarten, ob die Gäste ihre spielerische Überlegenheit wieder abrufen können und die Nossner aus ihren Fehlern gelernt haben. Über nahezu der gesamten Spielzeit agierten beide Teams mit weiten Bällen. Nossen kam besser ins Spiel und hatte in der ersten halben Stunde mehr Feldvorteile. Abschlüsse von Stephan Großjohann und Stefan Weinert brachten jedoch keinen Erfolg. Das erste und einzige spielerische Highlight der Gäste in Hälfte Eins zeigten sie nach 30 Minuten. Ein schneller Konter mit direktem Spiel brachte den Weinböhlaer Angreifer in aussichtreiche Position, aber auch ohne hier blieb der Erfolg aus. Nach 32 Minuten brachte Nossen den Ball nicht raus. Die Hereingabe landete bei Tom Alex auf dem Kopf. Dessen eigentlich harmloser Kopfball landete im Nossner Tor, bei dem der Nossner Schlussmann nicht gut aussah. Kurz vor der Halbzeit gab es noch einen Eckball für die Gäste. Auch bei diesem sah der Torwart nicht gut aus. Der Ball rutschte ihm durch die Hände und Felix Schmid schoss aus dem Getümmel zur 0:2 Pausenführung ein. In der 48. Minute erhöhte wieder Felix Schmid auf 0:3. Ein schneller Spielzug brachte die Nossner Mannschaft ins straucheln. Nossen probierte es weiter und brachte seine Angreifer öfters in aussichtsreiche Positionen. Aber auch hier fehlte es heute an der Entschlossenheit und dem Willen zum Torerfolg. Minute 89 brachte den Gästen den 0:4 Endstand. Wieder war der Nossner Hüter die Schlüsselposition. Ein langer Einwurf rutschte ihm wieder durch die Hände. Am langen Pfosten hatte Fritz Balszuweit wenig Mühe. Ein schwarzer Tag für den Nossner Keeper, jedoch gewinnen und verlieren wir zusammen. Zum Abschluss noch eine kleine Anekdote, die sich im Vorfeld abspielte und einen klassischen Kreisliga-Charakter trägt. Als die Gäste im Muldental ankamen und festgestellt haben, dass der Rasenplatz gesperrt ist und man trotz Ansetzung auf fussball.de auf den Hartplatz weichen muss. Empörung machte sich in den Reihen der TuS breit. Man hätte sich auf Rasen eingestellt und nur "Schrauber" mit. Es wurde auf Verlegung des Spieles bei den Offiziellen plädiert. Eine sehr zu belächelnde und amüsante Reaktion der Gäste, die natürlich ohne Erfolg blieb. Wie oft ist man schon in den vergangenen Jahrzehnten nach Weinböhla, Radeburg, Coswig, etc. gefahren und musste anstatt auf dem Rasen auf der "Scheibe" spielen. Wir befinden uns zwar im Amateurbereich, jedoch sollte man sich auf die örtlichen Gegebenheiten des Heimvereins einstellen, zumal es kein Geheimnis ist, dass in Nossen diese zwei Plätze vorhanden sind und sich manchmal der Heimvorteil des Hartplatzes zu Nutzen gemacht wird. Unter´m Strich eine Situation, an die man wohl öfters zurück denkt. (Wei)

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