Fußball - Herren - Nossen verpasst Strehla ein blaues Auge

SV Strehla - SV Lok Nossen 1:0 (1:0)

Strehla, 25.03.2017 - Anstoß 15:00 Uhr

Der 17. Spieltag führte die Nossner Mannschaft zum Tabellendritten nach Strehla. Durch den Sieg vergangene Woche und dem Unentschieden zuvor konnten die Nossner Selbstbewusstsein tanken, dennoch erwarteten sie ein äußert schweres Spiel. Durch die 7:1 Niederlage im Hinspiel und den daraus erschlossenen Erkenntnissen stellte man sich auf ein anrennen der Hausherren ein und legte die Ausrichtung sehr Defensiv aus. Die Startaufstellung war für Trainer Thomas Ehrlich wiedermal recht einfach zu finden, da bei der aktuellen Personalsituation und vor allem samstags nur 11 Spieler zur Verfügung standen, die für Lok die Fahne aufrecht hielten.

Wie schon erwartet übernahm Strehla ab der ersten Minute das Spiel. Nossen reagierte nur und Verteidigte das eigene Gehäuse. Schnell fiel aber auf, dass Strehla die Entschlossenheit, Kaltschnäuzigkeit und Abgeklärtheit aus dem Hinspiel vermissen ließ. Möglicherweise waren sie sich durch die Tabellensituation zu Siegessicher? Zumindest entsprach die Überlegenheit keinem Tabellendritten, wenn man das Spiel mit denen gegen Weinböhla und Canitz vergleicht. Das war aber Nossen recht egal und spielte in die Karten der Muldestädter. Natürlich erspielte sich Strehla Gelegenheiten, diese wurden aber aus Nahdistanz über das Tor vergeben, von der Nossner Abwehr im letzten Moment verhindert oder durch den Kepper Frank Schirrmeister vereitelt. Letzterer konnte sich mehrmals durch 1 gegen 1 Situationen oder starke Paraden auf der Linie auszeichnen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte fiel dann doch noch der Führungstreffer für Strehla. Ein Freistoß von der rechten Torauslinie wurde flach und scharf in den 5-Meter Raum getreten, in dem Michael Iwan von der Nossner Abwehr allein gelassen wurde und er nur noch den Ball über die Linie schieben musste.

Die 11 Nossner Kämpfer ließen nach der Halbzeit keineswegs die Köpfe hängen, da man mit Rückständen sehr wohl vertraut ist und in den letzten Wochen gesehen hat, was möglich ist.  Die zweite Hälfte spiegelte die Erste wieder. Strehla probierte auf 2:0 zu erhöhen, aber es fehlte an den zuvor genannten Eigenschaften. Nossen verteidigte weiter und schaffte nur durch Standartsituationen Entlastung. Nossen spürte, dass nur ein cleverer Moment oder eine Unachtsamkeit von Strehla notwendig war, um das ganze Spiel auf den Kopf zu stellen. Diese Situation kam in der 73. Minute. Einen langen Ball auf der rechten Außenbahn schlug Stefan Weinert hoch in den gegnerischen Strafraum. Kamil Jakubowski konnte diesen behaupten und setzte sich gegen seine Gegenspieler durch. Sein Abschluss landete am Pfosten. Den Abpraller konnte die Strehlaer Abwehr klären. Die Strehlaer Abwehrreihe bemerkte nun, dass die 3 Punkte eventuell gefährdet sein könnten, da man auf einmal 3 gegen 1 verteidigte und nicht mehr 1 gegen 1. Nossen stellte auch noch einmal kurz vor Schluss auf Offensiv um. Ein dadurch erwartetes Aufbäumen war leider nicht zu erkennen und Strehla festigt dadurch seinen 3. Tabellenplatz.

Strehla war über die gesamte Spielzeit die spielbestimmende Mannschaft und nimmt die 3 "dreckigen" Punkte gerne mit. Nossen ging wieder als Verlierer vom Platz, was an erster Stelle für die 11 Seelen nicht von Bedeutung war. Viel lieber hätte man den Favoriten für seine Fahrlässigkeit bestraft, zumal man merkte, dass es Möglich war. Jedoch kamen die Hausherren mit einem blauen Auge davon. (Wei)

Aufstellung
Schirrmeister, Eichwald, Beyer, Brucke, Bock M., Baum, Goldschmidt, Scholz, Melnyk, Jakubowski, Weinert

Zurück