Fußball - Herren - Es geht doch ...

SV Lok Nossen - SV 20 Koselitz 3:0 (0:0)

Nach der desolaten Leistung vergangene Woche im Derby musste sich die Mannschaft drehen. Das Ergebnis schmerzt auch noch nach einer Woche. Ebenso mussten sich die Spieler für die gezeigte Leistung in der Nossner Bevölkerung rechtfertigen und dies fiel schwer, da es zu viele Gründe gab. Da muss die Mannschaft aber durch und es gehört zum Fußball dazu. Vielleicht war es ein Dämpfer, den man brauchte, aber leider vom falschen Gegner. Umso höher lag die Motivation im Heimspiel gegen Koselitz. Man traf sich frühzeitig und wertete vergangene Woche nochmals aus, so dass man mit einem frischen Kopf an das Spiel herangehen konnte. Leider fanden bei sommerlichen Temperaturen nur 24 Zuschauer den Weg in das Muldental. Zielstrebig ging die Lok Mannschaft in das Spiel. Es war nahezu eine 180 Grad Drehung im Bezug auf die Leistung vom Spiel letzter Woche. Es wurde früh attackiert, die Zweikämpfe angenommen und mit dem Nebenmann gespielt. Der Gegner konnte über weite Teile des Spiels in seine Hälfte gedrängt werden, wodurch immer wieder Möglichkeiten entstanden. Denn ersten Warnschuss setzte Theo Lantzsch. Nach Doppelpass mit Stefan Weinert strich sein Distanzschuss knapp am linken Pfosten vorbei. Die nächste Gelegenheit hatte Stefan Weinert nach einem Eckball per Kopf. Der Ball flog aber über das Tor. Nossen spielte sich immer wieder nach vorn, doch der letzte Wille oder die zündende Idee fehlte noch. Natürlich wurden auch Fehler gemacht. Abspielfehler im Aufbauspiel oder lange Bälle brachten Koselitz in Hälfte eins in aussichtsreiche Positionen. Jedoch scheiterten sie immer wieder an ihren eigenen Fähigkeiten. Zum Glück der Nossner. Die zweite Hälfte bot das gleiche Bild wie die erste. Nossen hatte mehr Spielanteile und drückte Richtung Tor. Die Gäste konnten sich nicht befreien und haderten mit sich selbst. Fast alle ihre Angriffe waren Rückläufer und boten den Nossner Möglichkeiten. Eine davon war das 1:0. Einen spitz gespielten Ball in den Koselitzter 16er erkämpfte Stephan Grossjohann und schloss ab. Aus kurzem Winkel traf er den Pfosten und Hannes Weinhold stand goldrichtig. Aus kurzer Entfernung schob er die Kugel in das leere Tor (48.). Das 2:0 folgte kurz darauf. Franz Röthling spielte auf rechter Seite Philipp Kunze frei. Seine recht niedrige Flanke konnte Stefan Weinert dennoch per Flugkopfball im Tor unterbringen (56.). Nossen spielte weiter Offensiv. Nach einer Flanke wurde Stephan Großjohann im Strafraum regelwidrig am Abschluss gehindert. Den Strafstoß verwandelte Philipp Kunze sicher im linken Eck. Anschließend flachte die Partie ab. Nossen konnte keinen Druck mehr aufbauen und Koselitz hatte keine Ideen. Die Gäste konnten in den zweiten 45 Minuten nur durch einen Kopfball und einen Konter auf sich aufmerksam machen, womit jedoch der Nossner Hütter Florian Schelauske keine Mühen hatte. Nossen zeigte in der Schlussphase noch gute Spielzüge und spielte sich mehrmals auf der Außenbahn frei. Die Flanken fanden aber keinen Abnehmer oder waren zu ungenau. In der Nachspielzeit bot sich die Gelegenheit, auf 4:0 zu erhöhen. Erik Stelzner spielte schnell auf Hannes Weinhold. Er kam frei im Strafraum zum Abschluss. Der Ball verpasste aber nur knapp das Gehäuse. Der Unparteiische legte bei diesen Temperaturen eine Trinkpause pro Halbzeit ein. Auch mit seiner Linie und klaren Entscheidungen hattet er die Partie zu 90 Minuten im Griff und wenig Mühen Unterm Strich steht eine geschlossene Teamleistung, mit behebbaren Fehlern und verdienten 3 Punkten. Mit dem gewonnenen Selbstvertrauen geht es in die letzten zwei Saisonspiele gegen Röderau-Bobersen (So, 17.6.) und Garsebach (Sa, 23.6.). (Wei)

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