Fußball Herren – Alle Jahre wieder!

Weistropper SV / Klipphausen - SV Lok Nossen 5:3 n.V. (0:2)

Erneut traf die Lok Elf im Pokal auf den Weistropper SV, der sich in den letzten Jahren immer wieder als Angstgegner der Nossner zeigte. In den vergangenen Pokalrunden konnte am Ende immer der Kreisklassenligist jubeln. Dennoch trat man motiviert die Reise nach Gauernitz an. Dieses Mal mit 13 Spielern, davon zwei erfahrene Akteure. Marcel Kunze und Stefan Weinert schnürten noch einmal die Schuhe für die 1. Männermannschaft. In diesem Sinne ein großes Dankeschön an die beiden.

Zur Erwärmung des Spiels gab es bereits den ersten Schock für die Nossner. Unsere Nummer 1 Florian Schelauske, der nach langer Verletzung und Sperre endlich wieder mitmischen durfte, verletzte sich erneut am Knie und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Schnelle und Gute Genesung! „Was nun?“ fragte man sich. Da Philipp Kunze schon leichte Erfahrung im Tor sammeln konnte, übernahm er den Posten des Torhüters. Das Spiel, welches eher schleppend und mit langen Bällen begann, wurde noch zu einem echten Kampf und nervenzerreißendem Spiel. In der 15. Minute zeigten sich erstmals die Nossner mit einem Schuss aufs Tor. Den Fernschuss von Lukas Schelauske konnte der Gästekeeper aber sicher Parieren. Direkt darauf ein nächster Versuch von Sebastian Flachenecker, dessen Schuss der Keeper zur Ecke klären konnte. Auch die Gastgeber kamen immer wieder gefährlich in Richtung Nossner Tor, spielten ihre Angriffe jedoch zu ungenau. Das Spiel nahm nun endlich mehr Fahrt auf. Nach einem kurzen Passspiel konnte Theo Lantzsch den Ball halten, dribbelte an drei Gegenspielern vorbei und schob, in der 26. Minute mühelos ins linke Eck zur 1:0 Führung der Nossner ein. Nach dem Anstoß machten die Gastgeber erneut Druck. Der starke Abschluss eines Weistroppers prallte am Pfosten ab — Glück für die Lok Elf. In der 30. Minute nahm sich Patrick Goldschmidt den Ball, der für seine weiten Einwürfe prädestiniert ist. Sein Einwurf reichte bis in den Strafraum, wo Theo Lantzsch mit einem wuchtigen Kopfball zum 2:0 in das Tor der Gastgeber einlochte. Dieses erfolgreichen Abschlüsse sollte nun, bis zum Ende des Spiels, versucht werden durchzusetzen. Wenige Minuten danach lief Hannes Weinhold, nach einem Pass von Eric Stelzner, mit hohem Tempo auf der rechten Seite, in Richtung Strafraum, wo er sich in einem Zweikampf unglücklich das Knie verdrehte. Der nächste Schock für die Nossner, denn auch er konnte nicht weitermachen. Für Hannes Weinhold kam nun Adrian Haupt ins Spiel. Kurz vor dem Halbzeitpfiff bekamen die Gäste einen Freistoß vor dem 16er. Doch auch diesen guten Schuss konnte Philipp Kunze über die Latte lenken. Danach war Halbzeit und die Mannschaft konnte mit einer guten 2:0 Führung in die Kabine gehen, aber war wegen den Verletzungen von Florian Schelauske und Hannes Weinhold sichtlich angeschlagen.

Nach der Pause kamen die Gäste mit viel Schwung zurück ins Spiel und setzten in der 51. Spielminute, aus abseitsverdächtiger Position, den Anschlusstreffer. Nun waren auch die Nossner wieder wach. Stefan Weinert fungierte als einzige Spitze und machte der Weistropper Hintermannschaft immer wieder Probleme. Nachdem er sich sehr gut gegen zwei Gegenspieler durchsetze, konnte er seine Schuss nicht ins Tor setzen. Auch in der darauffolgenden Aktion ging der flache, plazierte Schuss nur knapp am rechten Pfosten vorbei. Weistropp musste mehr tun, um wieder Druck aufzubauen. Nach einem Einwurf der Nossner, der beim Gegner landete, machten es die Gäste ganz schnell und überwinden die Abwehr der Nossner. Der herauseilende Phillip Kunze konnte nur dem Ball nachschauen, der über ihn ins Tor gelupft wurde — der 2:2 Ausgleich. Nach dem Ausgleich blieb Nossen motiviert und zeigte sich mit Drang zum Tor. Die Gastgeber konnten die starken Angriffe abwehren und somit konnte die Lok Elf, trotz Großchancen, nicht erneut in Führung gehen. In den letzten Spielminuten zeigte sich auch Weistropp wieder mit starken Aktionen. Einen gelupften Kopfball konnte Philipp Kunze mit nachfassen halten. In der 85. Minute gab es Freistoß für die Gäste. Der direkte Schuss ging unter die Latte ins Tor. Die Gastgeber führen jetzt erstmals bei dem Pokalspiel. Doch direkt nach Anstoß kann wieder Theo Lantzsch, in der 87. Minute, den Ball ins Tor schieben — der erneute Ausgleich. Jedoch verletzt sich der Nossner Torschütze bei dieser Aktion, als er mit dem Torhüter zusammenrauschte. Auch er kann nicht weiterspielen. Das hat zur Folge, dass die Nossner ab diesem Zeitpunkt in Unterzahl spielen müssen. Kurz darauf erfolgte der Schlusspfiff.

Nun ging es in die Verlängerung. Das Spiel lief weiterhin in beide Richtungen, aber wirklich gefährliche Aktionen kamen nicht Zustande. Die viele Konter und gute Kurzpässe wurden zu ungenau gespielt oder fanden keinen Abnehmer. Marcel Kunze machte in der Abwehr ein starkes Spiel und rettete viele Bälle. Die Nossner Mannschaft stand nun sehr defensiv, wodurch jedoch nicht die erneute Führung der Gastgeber verhindert werden konnte. In der 110. Minute rutschte ein flacher Ball ins rechte Eck und die Kräfte der Nossner Männer schwanden. Nossen versuchte noch einmal Druck aufzubauen, doch vergebens. Weistropp setzte immer wieder Nadelstiche nach vorn. Einen guten Angriff konnte Eric Stelzner im 1 gegen 1 sehr gut abwehren. Dennoch setze der Weistropper SV in der 118. Minute mit einem Konter den Schlussstrich, nachdem die komplette Nossner Mannschaft nach vorn gerückt war.

Ein hart umkämpftes Pokalspiel, was leider wieder die Gastgeber jubeln ließ. Mehr Schmerzen als die Niederlage werden besonders die beiden Verletzungen. Dennoch zeigten die Nossner Kampfgeist und gaben auch nach der Führung der Gäste nicht auf. Endlich wieder Aktionen, wo Nossen ihr spielerischen Können zeigten. Hoffentlich können diese Aktionen auch im nächsten Punktspiel, trotz Verletzungspech, gezeigt werden. (IK)

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