Fußball - Frauen - Trotz Niederlage den Tabellenführer zur Weißglut gebracht

Hainsberger SV - SV Lok Nossen 3:1 (2:1)

Hainsberg, 02.04.2017 - Antoß 15:00 Uhr

Diesen Sonntagnachmittag machte sich die Frauenmannschaft des SV Lok Nossen auf den Weg nach Hainsberg. Die Ausgangslage war für Nossen nicht gerade optimal. Ohne einen Wechsler und mit angeschlagenen Spielerinnen war die Vorgabe für das Spiel eindeutig – Hinten sicher stehen und so wenig wie möglich Torabschlüsse des Gegners zulassen. Immerhin musste man gegen Hainsberg die bisher höchste Niederlage einstecken.

Der tatsächliche Spielverlauf ließ sich in den ersten Minuten der Partie allerdings noch nicht erahnen. Hainsberg konnte sich durch einfaches Doppelpass-Spiel schnell durch die Nossener Abwehr durchkombinieren und kam schon früh zu den ersten Torchancen. Allerdings fiel das 1:0 für Hainsberg in der 12. Minuten eher unglücklich. Eine Flanke von Hainsberg wurde an die Latte abgefälscht, von dort prallt der Ball ab und landet direkt vor den Füßen des Gegners. Die Hainsberger Spielerin müssten den Ball somit nur noch ins leere Tor schieben. Nach dem 1:0 nahm Nossen einige Veränderungen auf den Positionen vor. So rückte Marlen Wachs zurück in die Abwehr und Rebecca Eltzsch sollte mit ihrer Schnelligkeit vorn rechts für Unruhe in der Hainsberger Abwehr sorgen. Dieser Plan ging auf. Nach dem Positionstausch stand die Abwehr des SV Lok Nossen deutlich sicherer und nach vorn ergaben sich die ersten Vorstöße. In der 30. Minute konnte sich Lisa-Marie Berthold den Ball in der gegnerischen Hälfte erkämpfen und stecke auf Rebecca Eltzsch durch, die ihr erstes Tor zum 1:1 Ausgleich versenkte. Leider wurde die Freude über den Ausgleich in der 31. Minuten gleich wieder getrübt. Hainsberg setzte sich auf der rechten Seite durch und spielte im Nossener Strafraum quer. Am langen Pfosten stand die Hainsberger Stürmerin wieder genau richtig und konnte zum 2:1 erhöhen. Man merkte Hainsberg aber langsam an, dass sie mit der knappen Führung alles andere als zufrieden waren. Das Spiel wurde zunehmend unruhiger und es kam vermehrt zu Diskussionen. Da kam der Halbzeitpfiff für beide Mannschaften genau richtig.

Nach der Pause gelang Nossen der Start ins Spiel deutlich besser als in der ersten Hälfte. So tauchten die Nossener Spielerinnen des Öfteren gefährlich vor dem Hainsberger Tor auf, leider ohne Erfolg. Die meisten Spielanteile hatte trotz allem der Hainsberger SV und kam dementsprechend auch zu großen Torchancen. Wirklich nutzen konnte der Gegner diese, bis auf das Tor zum 3:1 in der 56. Minute, allerdings nicht. Die geringe Torausbeute von Hainsberg hatte nichts mit deren Unvermögen zu tun, es lag vielmehr daran, dass die Spielerinnen des SV Lok Nossen bis zur letzten Minute alles gaben und um jeden Ball gekämpft haben, obwohl die Beine immer schwerer wurden.

Bei diesem Spiel gingen die Frauen des Hainsberger SV  vielleicht als Siegerinnen vom Platz aber die Gewinnerinnen dieser Partie waren die Spielerinnen des SV Lok Nossen. Das 3:1 war hart erkämpft und jeder einzelne ist an seine Grenzen gegangen. Und die größte Anerkennung dafür ist ein Gegner, der sich über einen 3:1 Sieg nicht freuen kann, weil er nicht mit dem starken Gegenwind  der Nossener Spielerinnen gerechnet hat.

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